Rimini ist.... ein WUNDERVOLLES HINTERLAND!
Die Valmarecchia, Hinterland von Rimini

Die Valmarecchia, im Hinterland von Rimini, ist ein uraltes Tal, dessen Geschichte und Zeugnisse sich im Nebel der Zeit verlieren. Als Wiege der alten Zivilisation Villanoviana, von der Verucchio eine der wichtigsten und beeindruckendsten Museums-Sammlungen bewahrt hat, wurde es bald von den Römern besiedelt, deren Spuren auch heute noch in der gesamten Region sowohl in den Überresten als auch in den Traditionen einfach erkennbar sind. Zum Beispiel… auf dem Monte Giove in Santarcangelo, wo der Legende nach ein majestätischer, dem Gott Jupiter geweihter römischer Tempel gestanden haben soll. An seinen Hängen standen Ranken und Reihen so weit das Auge reicht, und so soll hier ein so guter Wein mit einer intensiven rubinroten Farbe gekeltert worden sein, dass man ihn „Sanguis Jovis“ (das Blut Jupiters) nannte – also Sangiovese: heute der Wein der Romagna schlechthin!

Zweifellos war das goldene Zeitalter für die Valmarecchia jedoch zwischen Mittelalter und Renaissance. So verwandelte sich das Tal in jener Zeit von einem dichten Schachbrett aus Felsen und befestigten Dörfern zur spektakulären Bühne der ewigen Auseinandersetzung zwischen den Signorie der Malatesta und der Montefeltro und somit des endlosen Machtkampfs zwischen Federico und Sigismondo. Auch dank dieser Ereignisse bewahrt das Tal heute ein historisch-monumentales Erbe von außergewöhnlicher und rarer Schönheit. Man denke nur an den imposanten Felsen von Verucchio (von dem die Dynastie der Malatesta ihren Ausgang nahm), an das zauberhafte Sant’Agata Feltria, an die wunderbare und mysteriöse Burg Montebello und die eindrucksvolle und äußerst berühmte Festung San Leo.

Aber die Valmarecchia ist nicht nur die Erinnerung an Burgen, Damen und Ritter: Das Tal ist heute auch die Wiege der typischen bäuerlichen Zivilisation (der das schöne Volkskundemuseum in Santarcangelo – MET gewidmet ist) der Romagna, wo mit dem angeborenen Sinn für Gastfreundschaft ein unschätzbares kulturelles Erbe von seltener Schönheit verschmilzt.

So würde sich eine Tour durch das Tal auch deshalb lohnen, weil man die charakteristischen Dorfplätze kennenlernen, sich ein bisschen Entspannung bei Tisch in einer Trattoria außerhalb der Stadt mit einem guten Glas Wein und ebenso typischen wie köstlichen Genüssen gönnen, die melodischen Dialekte lernen und seiner Poesie lauschen kann, die von Pennabilli (Geburtsort von Tonino Guerra) bis Santarcangelo (mit dem permanenten Cantiere Poetico) das gesamte Tal durchzieht.