Rimini is... MEER!
Rimini, Stadt am Meer

Rimini, seit jeher Stadt an der Adria, seit jeher Stadt am Meer. Von Frauen und Männern aufgebaut, die stets ein bisschen Meersalz auf der Haut haben, das Auge daran gewöhnt, auf die Wellen zu blicken, und in lebhafter Erinnerung an das, was sie in frühester Kindheit und vielleicht als Allererstes im Leben gelernt haben: schwimmen, um sofort zu lernen, mit dem Meer zu leben.

So hat die Stadt seit den Zeiten von Julius Cäsar – also seit den Zeiten des antiken römischen Castrum Ariminum – im Hafen und in seinem Seewesen stets einen seiner zahlreichen und lebhaftesten Schwerpunkte. Genau in dieser Hinsicht absolut sehenswert ist der fantastische Mosaikzyklus aus dem 1.-2. Jahrhundert n. Chr. aus dem Domus des Palazzo Diotavelli mit Hafen- und Fischereiszenen, der im Stadtmuseum besichtigt werden kann.

Neben einem florierenden Seewesen, das der Stadt einen beständigen Vorrat an frischem Fisch (dem typischen Fettfisch (pesce azzurro), der täglich die bunten lokalen Märkte, insbesondere den charakteristischen und sehenswerten Mercato Centrale Coperto überschwemmt) und köstlichen Meeresfrüchten (wie den „Poveracce“, also eine kleinere, aber schmackhaftere Variante der gewöhnlichen Venusmuschel) garantiert, bedeutet Rimini, Stadt am Meer, auch raffinierte Atmosphären, die viele Bereiche in stimmungsvolle Orte der Seele verwandeln. Deshalb sollten Sie nicht die Gelegenheit verpassen, entlang des Kais am Porto Canale zu spazieren, der Sie vom alten Leuchtturm bis zum ältesten Herzen der Stadt führt. Und wenn es an gewissen Wintertagen passieren sollte, dass die Stadt bei Ihrem Aufwachen in einen fellinianischen Nebel getaucht ist (was nicht selten vorkommt), spitzen Sie immer die Ohren, um das urtümliche Echo des Nebelhorns zu hören, das an der „Palata“ (Mole) des Hafens betätigt wird.

Ebenfalls mit Rimini, Stadt am Meer, verbunden und unverzichtbar ist ein Besuch im kleinen, aber gut organisierten Seemuseum in Viserba und ein entspannender Spaziergang am neuen und stimmungsvollen Hafenbecken in San Giuliano Mare, wo die besonders Wissbegierigen Spaß daran haben werden, in den engen, von Bäumen gesäumten Gassen nach einem kleinen Juwel zu suchen: einem gänzlich von Muscheln überzogenen Haus (namens „Casa Di Venere“ oder delle „Capesante“), das seit den 60er Jahren Gäste und Besucher überrascht.

Eine Besonderheit, die nicht alle wissen: In Rimini gibt es auch eine große lampedusanische Gemeinschaft, die traditionsgemäß im Seewesen beschäftigt ist und jedes Jahr – Mitte September – voller Inbrunst eine malerische religiöse Prozession entlang des Porto Canale mit den charakteristischen Fischerbooten veranstaltet, die die Madonna von Porto Salvo, Schutzpatronin der Insel Lampedusa, mit tönenden Sirenen vom Meer begleiten.